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BW 102 - Böheimbunker, Süd

Dieser Bunker, welcher mitten in einem Wohnblock in der Böheimstraße liegt, hat sowohl eine oberirdische, als auch eine unterirdische Etage. Das Bauwerk gilt trotz allem als Hochbunker, weil das Bauwerk ebenerdig begangen wird.

Nach dem Krieg war dieses Bauwerk ein Frauenwohnheim unter der Leitung von Caritas.

Standort (hier anklicken) 

Böheimstraße 64/170199 Stuttgart

Stadtteil Süd

Technische Daten - Allgemein
Schutzplätze
 670 Peronen im 2.WK
Zivilschutzbindung
Ende der Zivilschutzbindung 2015
Instandgesetzt
Ja
Baujahr
1940/41

Bauunternehmen: R.Albrecht, Stuttgart
Beteiligte Arbeitskräfte: 15 Arbeter + 40 Kriegsgefangene

Technische Daten - Ausstattung

Grundfläche
589 m²
Elektrifiziert
Ja
Generator
Nein
Lüftungstechnik
Einfach
Stadtwasser
Ja
Notbrunnen
Nein
Toiletten
Ja
Betten
Teilweise

Der Bunker wurde ab 1946 als Unterkunft für Frauen genutzt.
Ab 1957 übernahm vom Sozialamt das Liegenschaftsamt das Bauwerk und wurde als  Lager für das eC & A Brenningmayer vermietet.
Ab 1965 wurde der Bunker als Gerätelager für Luftschutzmittel eingesetzt
1964 wurde das Dach des Bunkers als Parkplatz freigegeben. Anwohner hatten sich über die schwierige Parkplatzsituation bei der Stadtverwaltung beschwert.
1979 erhielt das Bauwerk einen Telefonanschluss
Zeitzeugenbericht Böheim
Bericht aus der Nachkriegszeit:

Éin Radioempfang im Bunker   war nicht möglich.Deshalb legten wir eine Draht durch die Gänge und raus auf das Bunkerdach. Dort schlossen wir eine Antenne an. Für den Techniker: Die Radios waren damals Allstromer bei denen der Nullleiter zugleich Masse am Chassis war. Je nach dem, wie der Stecker gesteckt war, lag die 220 Volt Phase übers Netzteil auf der Antenne. Jetzt mussten wir nur den Blitzableiter erder und an die Antenne halten, dann flog im Bunker die Sicherung raus. Ein paar mal haben wir uns diesen Spaß erlaubt.

Ehemaliger Anwohner 
Neben dem Bunker befand sich ein kleiner Löschteich ( betoniert, mit schräg zur Mitte hin abfallenden Seitenwänden). Im Löschteich hatte sich noch ein wenig Regenwasser angesammelt. Ich ging vielleicht in die erste Klasse und konnte natürlich nicht schwimmen. Trotzdem wagte ich mich aber an den Rand zu setzen. Plötzlich rutschte ich in Richtung Wasser das so trüb war, dass man die Tiefe nur erahnen konnte. Ich hatte vor Wasser furchtbar Bammel und schrie um mein Leben. Da eilte irgend jemand aus dem Bunker herbei und „ rettete „ mich. Bunkerleute sind feine Menschen. Wir, die Bewohner von denstädtischen Wohnungen hatten keine Probleme mit den „ Flüchtlingen“.





Jugendliche 1952 vor dem Bunkereingang