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Bilder von der Ausstellung
Frauenklinik OP Bunker - BW 105
Die ehemalige Frauenklinik, ging am 1.Juni 1927 in der Bismarkstraße 3 in Betrieb. Heute ist in diesem Gebäude das Gesundheitsamt untergebracht. Bereits im Januar 1934 wurden im vorhandenen Keller Räume für den Luftschutz hergerichtet welche Gas dicht waren. Während des 2. Weltkrieges erhielt die Klinik 1941 einen OP - Bunker im Innenhof des Gebäudes. Typisch für einen Krankenhausbunker sind die überbreiten Türen, damit man ein Bett durchschieben konnte. Der Bunker beinhaltete ausser den OP Räumen nur einige wenige Zimmer in dem die frisch operierten Personen untergebracht waren. Insgesammt waren 14 Betten dafür vorgesehen. Beim Bau 1941 waren 14 Arbeiter und 15 Kriegsgefangene beteiligt. Mit diesen Kapazitäten konnte der Bunker innerhalb weniger Monate erstellt werden. Im Technikbereich ist eine kleine offene Zisterne, gespeist durch Grundwasser, aus der Wasser, zumindest Brauchwasser entnommen werden konnte. Die noch vorhandenen abgehängten Decken verdecken in den  "Krankenzimmern" die Lüfttungskanäle. Die Belüftung erfolgte über eingelassene Lochbleche, damit die Patienten möglichst zugfrei mit Luft versorgt werden konnten. Alle Bettstellen waren mit einer Rufanlage ausgestattet, mit der das Pflegepersonal herbeigerufen werden konnte.

In den breiten Gängen war Platz für gehfähige Patienten und Krankenhauspersonal. Dort konnten die Kranken während eines Luftalarmes Schutz suchen. Gehfähige Patienten gingen selbst in diese Räume, bettlägerige Patienten wurden getragen oder mit den Betten von den oberirdischen Zimmern mit einem Aufzug in den Bunker transportiert. Auch heute sieht man an den Engstellen die Transportspuren der Betten.  Neben dem Op Bunker waren im Keller bereits 1934 Luftschutzräume für ca.140 Personen eingerichtet worden. Insgesamt waren in den Schutzrämen Platz für 161 Patienten und 60 Bedienste. Der OP-Raum des Bunkers ist komplett mit floureszierender Farbe an Decke und Wänden gestrichen. Dies sorgte auch bei Stromausfall für eine ausreichende Beleuchtung beim Operieren.
Das Krankenhaus wurde bei den Angriffen vom 26. Juli 1944 und am 13. September 1944 total zerstört und wurde danach nach Stetten verlagert. Nach dem Krieg wurde die Klinik wieder aufgebaut.
Das Gebäude wurde 1987 auf Grund seiner historischen Bedeutung unter Denkmalschutz gestellt. Nicht berücksichtigt wurde dabei der OP Bunker. Dies soll  nachgeholt werden. Heute beherbergt das Gebäude das Gesundheitsamt der Stadt Stuttgart
Bilder OP Bunker



Bad in der Frauenklink, die Belüftung ist in die Lampe mit integriert. Sie ist ein Patent der Firma Kiefer Klimatechnik aus Feuerbach.



An der vorgelagerten Schallschutztüre aus Holz zur Technik, sieht man Durchschüsse, die dann von der dahinter liegenden Stahltüre gestoppt wurden. Ein Überbleibsel der Siegermentalität.