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Propaganda Kompanie der Bundeswehr
Als einzige Einheit der Bundeswehr, die im Kalten Krieg aktiv war, war die "Lautsprecher- und Flugblattkompanie 983". Diese wurde im Oktober 1959 auf Anweisung von Franz Josef Strauss aufgestellt. Ihr Sitz war in Alfter und später in Euskirchen. Bereits nach der Gründung der Bundeswehr, befasste man sich mit der Aufstellung von mit Kräften für die sogenannte "Psychologische Kriegsführung" (PSK ).  Als effektivste Methode erschien die Versendung von Flugblättern per Wasserstoffballon. Die Ballons, ca. 250 bis 300 wurden nahe der Grenze mit Gas befüllt und dann mit Druckschriften bestückt und auf die Reise geschickt. Die Flugblätter, meist im A 5 Format, wurden auf Balsaholz-Brettchen geschnallt, da dieses Holz besonders leicht und beim Herabfallen niemanden verletzen konnte. In einer bestimmten Höhe zerplatzte der Ballon und alles verteilte sich auf der Erde.   Im April 1965 landete diese Einheit einen Volltreffer, als zahlreiche Flugblätter zur Leipziger Messe direkt dort niedergingen. Es wurden aber auch tausende von Flummibällen mit Propagandaaufdrucken in die Ostsee gekippt, damit diese die Sommerurlauber an Stränden der DDR erreichen sollten. Am Standort Andernach wurde unter anderem eine Radiokompanie mit technischer Unterstützung des Südwestrundfunks sowie ein Druckereizug aufgestellt. Die sogenannten Topbatterien hatten Druckmaschinen des Fabrikates Kückebusch auf ihren LKWs und waren damit auch mobil einsetzbar.  
Diese Propagandaeinheiten waren die einzigen Bundeswehreinheiten die im Kalten Krieg einen Kampfauftrag in Friedenszeiten hatten. In 1960er Jahren waren diese Einheiten jeweils den deutschen Korps unterstellt. Die PSK Kompanie 181 gab es in Borken, die 281er in Ulm und die 3n81er in Rengsdorf. Dazu kam noch eine Schatteneinheit (701), die im Bedarfsfall mit Reservisten bestückt worden wäre.
Mit Unterzeichnung des Grundlagenvertrages von 1972 wurden die Ballonflüge eingestellt. Dies bedeutete aber nicht das Ende der Propaganda. Es änderte sich lediglich die Medien und die Formate.

Heute gibt es eine Gruppe die im "Zentrum für operative Information der Bundeswehr " zugeteilt ist.
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Bundeswehr beim Befüllen der Wasserstoffballons


Propagandaflyer zur Aufforderung zur Flucht und Desertation